Aroma-Therapie

By |2018-12-18T12:10:46+00:00Dezember 18th, 2018|Medizin-Geschichte, Naturheilkunde, Weltmedizin|0 Comments

Duftstoffe wirken im Limbischen System, unserem »Gefühlszentrum«

Der Begriff Aroma-Therapie geht auf den französischen Chemiker und Duftforscher René-Maurice Gattefosseé (1881–1950) zurück, der durch Zufall bei einem Unfall die Wirkung ätherischer Öle erkannte. Er hatte sich massiv verbrannt und die Verbrennungen mit Lavendelöl schnell lindern können. Das führte in Folge zur Herstellung desinfizierender Seifen, Eaux de Toilettes und Aroma-Ölen.

Die heilende und antiseptische Wirkung von duftenden Heilpflanzen, Harzen und Ölen, war schon in Ägypten, Mesopotamien und im alten Rom bekannt. In vielen Kulturen wurden Pflanzendüfte und Aroma-Essenzen zur Körperpflege und Inhalation, zu Massagen, in Wannenbädern oder in der Sauna, zur Desinfektion oder wie Weihrauch oder Myrrhe bei religiösen Ritualen genutzt.

Duftstoffe wirken über einen der ältesten Teile unseres Gehirns, das Riechzentrum, welches, wie wir heute wissen, im Limbischen System, unserem »Gefühlszentrum« liegt. Von hier werden unbewusst Reaktionen im Körper ausgelöst und Botenstoffe gesteuert. Emotionen und Stimmungen, aber auch die Atmung oder Herzaktionen können durch Düfte beeinflusst werden.

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