Gewürze sind frische oder getrocknete und häufig geriebene Pflanzenteile (etwa Wurzeln, Blätter, Blüten oder Früchte), wie sie seit Jahrtausenden sowohl zur Haltbarmachung von Lebensmitteln und Getränken – hierzu eignen sich beispielsweise Chili und Rosmarin – als auch zur geschmacklichen Verfeinerung von Speisen eingesetzt werden.

Eine ebenso lange Tradition haben viele Gewürze als Heilmittel.

Pfeffer und Chili zum Beispiel regen die Magentätigkeit an und fördern die Verdauung. Auch Kurkuma regt die Magensaftproduktion an und soll, neben vielerlei anderen Wirkungen, entzündungshemmend wirken. Koriander ebenso wie Kardamom oder Kümmel helfen bei Verdauungsbeschwerden und chronischen Entzündungskrankheiten. Und die Heilkraft von Ingwer (gegen Übelkeit, Erkältungskrankheiten, Entzündungen) ist inzwischen hinlänglich bestätigt. Geschmackvolles Kochen und anschließendes Anrichten der Speisen auf dem Tisch wirkt über die Augen, wie das Wort geschmackvoll schon sagt, auf Zunge und Gaumen, macht Appetit und entspannt das Gemüt.

Auch unsere Großmütter haben so vorsorgend gekocht, was dann lange Zeit leider in Vergessenheit geraten ist. Sie haben zum Beispiel Kümmel als Gewürz bei Kohlspeisen verwendet, um Blähungen zu vermeiden, oder zum Trinken von warmen Tees wie Kamillen- oder Melissentee animiert. Trinken von heißem Wasser wird im Ayurveda oftmals zur Entschlackung des Körpers verordnet. Bis zu 3 Liter müssen die Kurpatienten täglich zu sich nehmen, um Giftstoffe über die Nieren auszuscheiden.

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