Diagnostisch wird die Körperhaltung eines Menschen dann zu einem Faktor, wenn sichtbar Haltungsstörungen vorliegen wie bei der Haltungsschwäche, die auf eine muskuläre Insuffizienz hindeutet, die aber nicht selten durch gezieltes Training überwunden werden kann.

Auch angeborene oder erworbene sowie chronisch gewordene Wirbelsäulendeformitäten äußern sich in Haltungsstörungen wie dem Rundrücken oder dem Hohlkreuz. Wie der Gesichtsausdruck gibt die Körperhaltung eines Menschen Hinweise auf sein Allgemeinbefinden. Die Körperhaltung wurde schon von altersher zur Krankheitsbestimmung herangezogen. Zum Beispiel unterscheidet die Ayurvedische Medizin drei Konstitutionstypen, Vata, Pita und Kapha, und die europäische Medizin den langen Astheniker bzw. Leptosomen, den Athleten und den dicken pyknischen Typ.

Bilder: Titelbild: © artstudio_pro – stock.adobe.com, Wirbelsäule: © ag visuell – stock.adobe.com