Labor: Blut, Liquor und Urin

Bei einer ärztlichen Untersuchung werden auch chemische Analyseverfahren eingesetzt, um festzustellen, ob sich die Zusammensetzung vor allem von Blut und Urin in einem Normbereich bewegt. Abweichungen können auf eine beginnende oder vorliegende Erkrankung hindeuten bzw. deren Verlauf kontrollieren.

Erhoben werden im Blutbild unter anderem die Entzündungs-, Leber- und Fettwerte, die Elektrolyte und harnpflichtigen Substanzen sowie die Zahl der roten (Erythrozyten) und weißen Blutkörperchen (Leukozyten) und der Blutplättchen (Thrombozyten). Auch die Konzentration des roten Blutfarbstoffs (Hämoglobin) wird standardmäßig ermittelt.

Weist das Blutbild Auffälligkeiten auf, können im Rahmen weiterer Untersuchungen zusätzliche Informationen wie zum Beispiel Tumormarker, Rheumafaktoren, Antikörper, Immunstatus oder die Fraktion der weißen Blutkörperchen genauer untersucht werden. Viele relevante Werte erhält man durch die Analyse des Urins. Ein zu hoher Glukosewert in Blut und Urin kann auf eine Diabeteserkrankung hindeuten. Liegt der Verdacht auf eine Erkrankung des Zentralen Nervensystems vor, kann durch eine Punktion Liquor (Nervenwasser) entnommen und anschließend untersucht werden. Dies wird zum Beispiel bei Verdacht auf Hirnhautentzündung oder MS, der multiplen Sklerose, einer chronisch entzündlichen Nervenerkrankung praktiziert.

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