Dietrich Grönemeyer

Nach dem Vorbild der schwedischen Schülerin Greta Thunberg gehen inzwischen auch in zahlreichen Städten Deutschlands regelmäßig Zehntausende Jugendliche auf die Straße, um sich für den Klimaschutz stark zu machen. Die weltweite Bewegung „Fridays for Future“ ist in kurzer Zeit zu einer festen Größe in unserer Gesellschaft geworden, alle Medien berichten laufend darüber. Auch, wenn das Thema durchaus kontrovers diskutiert wird, erhält es damit eine Aufmerksamkeit, die es mehr als verdient hat! 

Die Ressourcen der Erde schonen

Bis in den letzten Winkel unseres Erdballs tragen wir Verantwortung für das große Ganze. Wir müssen uns auf das Wesentliche besinnen und lernen, mit den Ressourcen dieser Erde so hauszuhalten, dass unsere Kinder und Enkel, alle Menschen, Tiere und Pflanzen auch in der Zukunft noch genug für ein lebenswertes Leben haben. Klima- und Umweltschutz sind dabei unabdingbar. Seit Jahrzehnten reden wir darüber, und fast gar nichts passiert. Große Worte helfen nicht! Die wirkliche Herausforderung liegt darin, etwas zu tun, um unsere Schöpfung zu bewahren.

Mikroplastik essen wir mit

Ein Beispiel, vor dem niemand mehr die Augen verschließen kann, sind die Millionen Tonnen an Plastikmüll, die wir jedes Jahr produzieren. Sie liegen auf Deponien, aber auch in der freien Natur. Sie schwimmen in den Weltmeeren und werden zu Hauf an die Strände unserer Erde gespült. Viel schlimmer noch: Die Tiere in den Ozeanen verwechseln den Müll mit Nahrung und verenden grausam daran. Und es geht noch weiter, längst ist wissenschaftlich belegt, dass Mikroplastik und Nano-Partikel, zum Beispiel aus Kosmetika, Sonnencremes, Schmier- und Reinigungsmitteln, auch ihren Weg in die Nahrungskette gefunden haben. Durch Trinkwasser, Ernährung mit Fischen und Muscheln oder sogar durch die Luft! Gegen diese unfassbare und zum Teil unsichtbare Vermüllung muss vorgegangen werden, denn sie hat weitreichende Folgen für Ökosysteme, Artenvielfalt, Wirtschaft, Nahrungsversorgung und Gesundheit aller Lebewesen, auch der unseren.  

Projekte, die auf das Problem aufmerksam machen wollen

Im Laufe der letzten Jahre sind mir viele Menschen begegnet, die nicht mehr bloß zusehen möchten und vor denen ich den Hut ziehe. Mit bemerkenswertem Vorbild gehen sie voran und setzen sich mit eigeninitiierten Projekten für den Schutz unserer Umwelt zu Wasser und an Land ein. Im Rahmen seines „Clean River Projects“ sammelt Stephan Horch jedes Mal Müll, wenn er mit seinem Kajak auf Flüssen wie der Mosel unterwegs ist. Bis zu mehrere hundert Kilo pro Tag, vom großen Kühlschrank bis zu kleinsten Plastikteilchen. Die „Erträge“ seiner „Cleanup-Events“ arrangiert der 44-jährige Fotograf aus Winningen zu Skulpturen und macht daraus Foto-Kunst. Auch zusammen mit Kindern und Schulklassen! Außerdem motiviert er die Kinder und auch Jugendliche, sich der Vermüllung der Flüsse konkret im tagtäglichen Handeln anzunehmen.

Stephan Horch und Dietrich Grönemeyer

Zu nennen ist auch die „Plastik Crew Sylt“, eine großartige Initiative Sylter Schülerinnen und Schüler. Mittlerweile überziehen rund 20 Jugendliche die Insel mit Säuberungsaktionen an den Stränden, mit Informationskampagnen, mit Beratung von Hotels, Geschäften, Firmen und vielem mehr. 

Die Sylter Plastik Crew wird unterstützt

Es ist allerhöchste Zeit auch politisch zu handeln

Politiker, Unternehmen aber auch jeder einzelne sollte sich daran ein Beispiel nehmen und seinen Teil dazu beitragen, unsere Erde, unseren Lebensraum zu beschützen. An Erkenntnissen und Einsichten mangelt es der Welt keineswegs. In immer kürzeren Abständen verdoppelt sich das Wissen der Menschheit. Höchste Zeit also, dass wir daraus handelnd Konsequenzen ziehen, nicht erst morgen oder irgendwann, sondern heute, ganz unmittelbar. Konkret durch eigenes Handeln. Aus Respekt vor dem Kunstwerk Leben, es ist ein wundervolles Geschenk!

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