Die Pulsdiagnose

By |2018-12-14T13:00:01+00:00November 8th, 2018|Asien, Medizinsysteme und Kulturen, Naturheilkunde|0 Comments

In der TCM  werden 28 verschiedene Pulsqualitäten unterschieden

In der chinesischen Medizin wie in den anderen traditionell asiatischen Medizinsystemen und im Ayurveda hat die Pulsdiagnose eine hohe Bedeutung. Es wird abwechselnd beidseitig mit dem Zeige-, Mittel- und Ringfinger zusammen an der daumenseitigen Arterie knapp oberhalb des Handgelenkes gemessen. Hierbei werden Frequenz, Rhythmus, aber auch die Form der Pulswelle und die Strömung zwischen den Fingern ertastet. In der TCM zum Beispiel werden 28 verschiedene Pulsqualitäten unterschieden (träge, schlüpfrig, scharf usw.). Die einzelnen Qualitäten geben Auskunft über eine Veränderung des Gesundheitszustandes oder eine Erkrankung. Sie geben außerdem Hinweise auf die Ernährung, den Aktivitätszustand, das Allgemeinbefinden und die Konstitution des einzelnen Menschen. Alle Komponenten, auch Wetter und Jahreszeiten, haben Einfluss auf seinen Zustand.

Das Pulsfühlen ist eine Methodik, um mit einfachem Fühlen herauszufinden, ob das Yang – der Sympathikus, das aktivierende Element des autonomen Nervensystems – überwiegt, oder sein Gegenspieler, das Yin – der Parasympathikus. Beide Zustände können in unterschiedlicher Stärke vorhanden sein – stark oder schwach oder ausgeglichen. Gesundheit kann in gewissem Sinne als Harmonie von Yin und Yang, Gleichgewicht von Spannung und Entspannung im ganzen Körper erklärbar sein., eine Balance verstanden als Wohlbefindlichkeit im individuellen Körper- Geist-System.

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