Vegetarische Ernährung

Viele positive Effekte für den

Bekannt ist Pythagoras (um 570 bis 500 vor Christus) eher als Mathematikerund Gelehrter – doch der Grieche war auch der erste großeVegetarier. »Alles, was der Mensch den Tieren antut, kommt auf denMenschen zurück«, war seine Begründung für den Verzicht auf Fleisch.Seine Anhänger und er lehnten nicht nur religiöse Tieropfer ab, sie waren auch der Ansicht, der Fleischgenuss mache Menschen aggressiv und mordlüstern. Diese Einstellung fand prominente Nachahmer, Ovid und Plutarch, auch der römische Philosoph Seneca gehörte dazu. Bis daraus allerdings bei uns eine Massenbewegung wurde, dauerte es noch einige Zeit.


Erst im 19. Jahrhundert bildeten sich – auch in Deutschland – erste Vegetarier-Vereine. Eine Hochphase erlebte die Bewegung hierzulande mit dem Aufkommen der Homöopathie nach dem Ersten Weltkrieg, später Anfang der 2000er Jahre mit Bekanntwerden der BSE-Fälle. In anderen Kulturen war der Verzicht auf Fleisch prägender. Der Jainismus in Indien vermittelte Gewaltlosigkeit gegenüber allen Lebewesen, für die Ernährung sollten weder Tiere noch Pflanzen sterben. 

 

Auch im Hinduismus und Buddhismus spielt die fleischfreie Ernährung eine Rolle.  Neben ethischen und ökologischen Gründen sprechen auch medizinische für eine vegetarische Ernährung. Anfang der 1980er Jahre ermittelten die Universität Gießen, das Krebsforschungszentrum Heidelberg und das Bundesgesundheitsamt unabhängig voneinander in großen Studien, dass Vegetarier günstigere Blutdruckwerte, ein besseres Körpergewicht, eine höhere Lebenserwartung und eine geringere Anfälligkeit gegen Krebs und Herzkreislauferkrankungen haben. 

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