Zahnmedizin

By |2019-01-22T16:41:34+00:00Dezember 18th, 2018|Schulmedizin, Weltmedizin|0 Comments

Von der Behandlung auf dem Jahrmarkt zu modernster High-Tech-Medizin


Schon in den frühen Hochkulturen an Euphrat und Tigris finden sich Schriftzeugnisse, die von Zahnkrankheiten und einer Therapie berichten. Zahnheilkundliches Handeln bis hin zur Prothetik zieht sich durch die Geschichte der Medizin. Von einer eigenständigen Etablierung einer Zahnmedizin kann man aber erst seit der Aufklärungsepoche und dem Aufstieg der Naturwissenschaften sprechen. Damit verlagerte sich die Zahnbehandlung von den Jahrmärkten zunächst in die Wohnungen der Patienten.

Ein zahnärztlicher Stand entwickelte sich in allen großen europäischen Städten. Die USA sind das Land, in dem die Zahnmedizin im 19. Jahrhundert den größten Fortschritt machte, insbesondere im Bereich der Zahntechnik. Die zahnärztlichen Instrumente zur Behandlung der häufigsten Zahnerkrankung, der Karies, wurden weiterentwickelt. Ausgefeilte Plombierungsmethoden, v. a. mit Gold, dann mit dem billigeren Amalgam etablierten sich. Die Prothetik verwendete Porzellan als Material, später Kautschuk. Bohrer mit höheren Umdrehungsgeschwindigkeiten und v. a. die Fortschritte in der Anästhesie machten die Zahnbehandlung für den Patienten erträglicher und für den Zahnarzt praktischer.

Die Anerkennung als akademisches Fach, das das gleiche wissenschaftliche Niveau wie die Humanmedizin hat, gewann die Zahnmedizin aber erst im Laufe des 20. Jahrhunderts. Heute gehört gerade die Zahnmedizin neben der Augenheilkunde zu den innovativsten High-Tech-Disziplinen der Medizin. Neueste Bohrtechniken, Laser, optimierte Sichtsysteme, Implantate, Navigationstechniken und modernste Füllmaterialien, aber auch psychosomatische und hypnotische Ansätze werden zur optimalen Versorgung der Patienten eingesetzt.

Bilder: Titelbild: © pikselstock – stock.adobe.com, Kind: © adam121 – stock.adobe.com

Aktuelle Beiträge

WELTMEDIZIN Themen